Da bin ich gerade über eine interessante Pressemeldung gestolpert:
Einzelhändler, die glauben, dass das Geheimnis für hohe Verkaufszahlen in der Anstellung von sehr attraktiven Verkäuferinnen liegt, könnten sich sehr irren. Einer neuen Studie der University of South Australia zufolge hat die Magie hübscher junger Frauen im Geschäft einige klare Grenzen.
Bianca Price, Doktorandin der University of South Australia, hat bei ihren Untersuchungen festgestellt, dass vor allem junge Kundinnen seltener zum Kauf eines Produkts bereit waren, wenn sie glaubten, dass die weiblichen Angestellten hübscher waren als sie selbst. Die Kaufbereitschaft war dabei unabhängig davon, ob das Produkt mit gutem Aussehen in Zusammenhang stand oder nicht – beispielsweise Kosmetik im Vergleich zu einem Mobiltelefon.
Für ihre Studie untersuchte Price die Kaufabsichten junger Frauen zwischen achtzehn und sechsundzwanzig in Situationen mit attraktiven und unattraktiven Verkäuferinnen. Die Ergebnisse spiegeln laut Price die soziale Vergleichstheorie wider, nach der Menschen sich mit anderen vergleichen, um so Feedback zu ihrem eigenen Erscheinungsbild zu erhalten. Ein Aufwärtsvergleich, bei dem ein Vergleich mit Menschen erfolgt, die als sozial überlegen wahrgenommen werden, kann Angst auslösen, zu einem schlechteren Selbstbewusstsein führen und das Gefühl von Unzulänglichkeit vermitteln. “In bestimmten Situationen kann ein Aufwärtsvergleich in einem ausgeprägten Vermeidungsverhalten enden”, erläutert Price. “Auf die Verkaufsituation übertragen, bedeutet Vermeidung weniger Verkäufe und damit letztendlich weniger Gewinn für das Geschäft.”
Laut Bianca Price liegt die Erklärung der Studienergebnisse unter anderem in der zunehmenden Bedeutung von Aussehen und Körperbild bei jungen Frauen. Frauen, vor allem jüngere Frauen, betrachten ihr Aussehen als ihr Kapital. Es kann die Größe des Freundeskreises, das Glück bei der Partnersuche und den Erfolg im Beruf bestimmen. “Frauen sind von Natur aus konkurrierend – wenn sie eine andere Frau als direkte soziale Bedrohung wahrnehmen, kann dies ihr Verhalten in dieser Situation beeinflussen”, so Price. Ladenbesitzer glauben oft, schöner ist besser. Ähnlich wie bei Stars, die zur Bewerbung eines Produkts eingesetzt werden, sollen hübsche Verkäuferinnen das Produkt verkörpern und Kundinnen zum Kauf animieren. Doch während ein Star nicht unbedingt als direkte soziale Bedrohung wahrgenommen wird, kann die junge Frau im heimischen Einkaufszentrum durchaus eine sein.
Für Price sollten Ladeninhaber auf Vielfalt in der Wahl ihrer Belegschaft achten, um so den unterschiedlichen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. In weiteren Schritten möchte sie nun untersuchen, wie bestimmte Schönheitstypen die Einstellungen und Kaufabsichten von Kunden beeinflussen. Darüber hinaus möchte sie klären, ob ähnliche Zusammenhänge auch bei männlichen Kunden auftreten.
Soweit die Pressemitteilung.
Interessante Ergebnisse – was meint ihr? Kann Verkaufspersonal zu hübsch sein? Spielt das Aussehen eine Rolle für eure Kaufentscheidungen? Achtet ihr überhaupt auf das Aussehen des Personals? Oder gilt: Hauptsache freundlich? Denn so viel dürfte klar sein – das schönste und beste Aussehen nützt ja wohl gar nichts, wenn die Verkäuferin oder der Verkäufer unfreundlich und stoffelig ist. Oder?
Quelle: Pressemitteilung von: Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund

























also ich find ja das Wichtigste ist Freundlichkeit, Kompetenz und Eloquenz.
Das Aussehen ist zweitrangig und nach meinem Gefühl ist durchschnittliches Aussehen besser als jedes Extrem in beide Richtungen. Denn beides lenkt doch nur ab. Mir persönlich sind viele Verkäuferinnen und Verkäufer gerade im Lifestyle-Bereich oftmals zu aufgedonnert. In dem Zusammenhang fällt mir eine Geschichte ein: Ich war vor vielen Jahren mal in einem Schmuckgeschäft und hatte eine Kette anprobiert. Aus irgendeinem Grund bekam ich dann den Verschluss nicht mehr auf und bat die Verkäuferin, mir zu helfen. Sie versuchte es und konnte nicht, ihre – und das ist jetzt kein Witz – Fingernägel waren zu lang für den filigranen Verschluss.
Ich denke auch: Hauptsache freundlich und kompetent. Und das mit den overstylten Verkäuferinnen geht mir auch auf den Nerv. Zum Beispiel in Kosmetikgeschäften oder Parfümerien sind die Verkäuferinnen oft so überschminkt und umgeben von einer Wolke von Parfüm, dass einem oft schlecht wird.
Bei der Betrachtung von der Studie würde ich das Mobiltelefon aber nicht unterschätzen. Ich denke, dass auch viele denken, ein handy macht sie chic.
Was ich auch nicht abkann, sind Verkäufer, die ihre Finger anlecken, wenn sie in einer Broschüre etwas suchen und einem dann sogar hinterher dieselbe Broschüre mitgeben wollen. Da will ich dann auch nix kaufen.
Ich bin auch der Meinung, dass Kompetenz und Freundlichkeit das A und O in einem Geschäft sind. Ehrlichkeit und Authentizität des Verkaufspersonals werden vom Kunden ebenfalls sehr geschätzt. Wenn man natürlich für jeden Kundengeschmack, jung, älter, männlich, weiblich eine/n Verkäufer/in hat, ist man fein raus.