Prominenter Plagiatsvorwurf

Jürgen Heinz - Dienstag, 25. März 2008

Gerade eben habe ich auf der neuen Onlinepräsenz des traditionsreichen Branchenverlages RDV – Rühle Diebener Verlag – eine Newsmeldung gelesen, die ich kaum glauben, zumindest jedoch nicht so recht nachvollziehen kann:

Supermodel verklagt
New York – Supermodel Heidi Klum hat eine Schmuckkollektion für einen New Yorker Juwelier entworfen. Jetzt hat ihr das edle Geschmeide Ärger eingebracht. Ende 2007 hatte der französische Luxusjuwelier Van Cleef & Arpels die 34-Jährige verklagt. Er wirft ihr vor, das Design seiner Schmuckserie mit Kleeblattmotiven abgekupfert zu haben. Die Stücke seien sich so ähnlich, dass es im Markt zu Verunsicherungen komme, begründet Van Cleef & Arpels den Vorstoß. Heidi Klum hält dagegen, dass sie durch Ornamente im Mailänder Dom zum Design der Serie inspiriert worden sei. Inwieweit der ganze Streit Relevanz hat, ist fraglich. Van Cleef & Arpels hat Heidi Klum auf eine Schadenersatzsumme von nur 17 000 EUR verklagt. Möglicherweise ist dies ein Indiz dafür, dass Klums Kollektion bislang noch kein Kassenschlager ist. Ein Urteil steht noch aus.

Ich denke kaum, dass Heidi Klum es nötig hat, eine Schmucklinie von Van Cleef & Arpels nachzuahmen. Und wie man das ja auch ein bisschen aus der Newsmeldung rauslesen kann, handelt es sich hier wohl eher um einen Versuch, Propaganda zu machen. Denn mit Kleeblattmotiven kommt man wohl kaum günstiger in die internationale Presse. Ganz zu schweigen von einer Berichterstattung im TeNo Blog. :)))

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Kommentare

3 Beiträge zu “Prominenter Plagiatsvorwurf”

  1. Stef sagt:

    ganz klar ein Fall von PR- die Anwaltskosten übersteigen niemals den Wert die eine solch internationale Kampagne kosten würde!
    Evtl. ist es in Frankreich auch so wie in Amerika, da wird der Anwalt nämlich nach Erfolgsprinzip abgerechnet…..
    also wenn sie ganz geschickt angestellt haben, zahlen sie dafür keinen Pfennig –> ähäm Cent ;-P

  2. Doc Sarah sagt:

    hast du recht, stef…. pr geht manchmal seltsame wege… ;-) – wie gut, daß wir das anders machen.

  3. [...] hatte es ja von Anfang an nicht leicht und musste sich mit Plagiatsvorwürfen rumplagen. Alles umsonst: Heidi Klums Schmuckkollektion wird eingestellt. Hier ist noch mehr dazu zu [...]

Kommentare

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