Schmuck und Uhrenmesse: Midora Leipzig

Jürgen Heinz - Dienstag, 4. September 2007

Ab Samstag dem 8. September stellen wir auf der Schmuck und Uhrenmesse Midora in Leipzig für 3 Tage aus. Der Osten Deutschlands ist leider noch Entwicklungsland für TeNo und  hier haben wir noch sehr sehr viel aufzubauen. Was uns aber sehr gefreut hat : Die TeNo Olivechain-Kette aus satiniertem Edelstahl und Kautschukteilen wurde fürs Titelbild der gesamten Messekampagne verwendet.  

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Leipzig, 4. September 2007Die MIDORA Leipzig verleiht vom 8. bis 10. September 2007 dem Messegelände einen Hauch von Glanz und Luxus. Auf dem größten deutschen Herbsttreff der Branche präsentieren 175 Aussteller (2006: 170) auf 12.000 Quadratmetern Echt- und Modeschmuck, Uhren von klassisch bis trendig, Edelsteine, Perlen sowie Uhren- und Schmuck-Halbfabrikate.

„Nachdem die Branche etliche Jahre stagnierende oder gar rückläufige Umsätze verkraften musste, ist nun wieder Zuversicht angesagt. Das merken wir auch auf der MIDORA, deren Ausstellungsfläche sich gegenüber dem Vorjahr um ein Fünftel vergrößert hat“, freut sich Josef Rahmen, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

Namhafte Unternehmen, die sich in den letzten Jahren nicht beteiligt haben, sind nun wieder auf den Uhren- & Schmucktagen präsent, darunter die Firmen Carl Engelkemper, Kienzle und die Gebrüder Schaffrath. „Darüber hinaus sind neue Aussteller und Marken auf der MIDORA zu finden, was beim Fachhandel auf großes Interesse stoßen wird“, ist Projektdirektor Andreas Zachlod überzeugt. Zum ersten Mal stellen die Firmen Saint Maurice, Breuning, Horwitz und Anton Hübner aus. Neu auf der MIDORA sind unter anderem die Schmuckmarken Morellato und Coer de Lion sowie die Uhrenmarke Ingersoll. Besonders das Angebot im Trendschmuck-Bereich ist gewachsen. Hier agieren zum Beispiel XEN, TeNo und SIM.

Neben Schmuck und Uhren finden die Fachbesucher auf der diesjährigen MIDORA ein repräsentatives Angebot an Edelsteinen, Perlen und Korallen. Auch in diesem Segment sind sowohl neue Anbieter vertreten wie Wolfgang Malzahn, Berlin, als auch solche, die in den letzten Jahren pausiert haben wie Brasilianische Edelsteine A. Strobl. Dieser Aussteller bringt als Highlight einen Scheelit von 151 Karat mit, der zu den größten der Welt gehört. Mit einem Superlativ wartet auch der Stammaussteller Outback Opals auf, der einen schwarzen Opal von über 1.000 Karat mit dem äußerst seltenen Harlekin-Muster zeigt.

Burkhard Jung eröffnet Goldschmiedetag

Im Rahmen der 2007er MIDORA treffen sich Deutschlands Goldschmiede am 9. September zu ihrer Jahrestagung, um über anstehende Satzungsänderungen zu beraten sowie über Fragen der Ausbildung und die Zukunft des Goldschmiedeberufes zu diskutieren. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung hat für den Goldschmiedetag die Schirmherrschaft übernommen. „Zur Eröffnung überreichen wir dem OBM eine Ehrennadel“, verrät Hans-Jürgen Wiegleb, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Gold-, Silberschmiede und Juweliere. Die vom Zentralverband an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verliehene Ehrennadel wird jeweils als Unikat gefertigt und bezieht sich auf das Amt der betreffenden Person. „Mit der Nadel wird einerseits die Person geehrt. Andererseits kündet das Schmuckstück, in der Öffentlichkeit getragen, von der deutschen Goldschmiedekunst“, sagt Wiegleb. Die Nadel für Burkhard Jung wurde von Goldschmiedemeister Bernd Swiekatowski aus Hohenmölsen entworfen und angefertigt.

Dem Nachwuchs eine Chance

Zum zweiten Mal hat der Zentralverband der Deutschen Gold-, Silberschmiede und Juweliere den Nachwuchswettbewerb „Junge Cellinis“ ausgeschrieben, benannt nach Benvenuto Cellini, einem in Florenz zur Renaissance wirkenden Goldschmied. Diesmal macht der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Ausscheid in Leipzig Station, wo auf der MIDORA am 9. September, 11.30 Uhr, die Sieger ausgezeichnet werden. Alle eingereichten Stücke sind auf der MIDORA in einer Sonderschau zu sehen. „Das Interesse ist doppelt so groß wie beim vorigen Mal. Wir haben 117 Teilnehmer“, freut sich Hans-Jürgen Wiegleb. Das Motto „Gedanken in Bernstein heute“ sei gewählt worden, um den jungen Leuten ein Material vorzugeben, mit dem sie von der Idee bis zum Endprodukt alles selbst realisieren können, informiert Wiegleb, denn: „Kopf, Herz und Hand spielen in unserem Beruf gleichberechtigt mit.“

Die fünf Preisträger, die die Jury bereits im Vorfeld der MIDORA ermittelt hat, sind Johannes Hasselmann aus Erfurt, Silke Klemt aus Berlin, Julia Bergmann und Anna-Christin Spannbauer, beide aus Arnstadt, sowie Kathrin Aha aus Albstadt in Baden-Württemberg. „Der Jury fiel es überaus schwer, sich zu entscheiden. Das Thema wurde sehr gut umgesetzt, die handwerkliche Ausführung ist tadellos“, sagt Dr. Alfred Schneider, Jury-Mitglied und Geschäftsführer des Bundesverbandes des Schmuck- und Uhrengroßhandels. Das Gros der Teilnehmer stellen Auszubildende, von denen es derzeit insgesamt 960 in Deutschland gibt. „Die Ausbildungszahlen steigen wieder. Auf einen betrieblichen Ausbildungsplatz kommen zehn bis 20 Bewerber, was in den Berufsfachschulen ähnlich aussieht“, so Hans-Jürgen Wiegleb.

Bernstein ist derzeit ein Trend-Thema in der Schmuckbranche. Nicht nur im diesjährigen Cellini-Wettbewerb findet es sich wieder. Zusätzlich zeigt der Zentralverband auf der MIDORA das erste Mal seine Sonderschau „Historischer Bernstein“. Hier sind nicht nur Schmuckstücke zu bewundern, sondern auch Bilder, Objekte wie Rauchutensilien, Uhren, Ehrengaben, Bernsteinrohstücke beachtlicher Größe oder mit besonderen Einschlüssen bis hin zu Kartenmaterial von Bernsteinfunden. Insgesamt umfasst die Sammlung etwa 150 Exponate. Der Goldschmiedeverband will damit Anregungen für die Öffentlichkeitsarbeit seiner Mitgliedsunternehmen geben.

Design groß geschrieben

Um herausragendes künstlerisches Design dreht sich die Annual International Graduation Show, organisiert von der niederländischen Galeristin Marie-José van den Hout und auf der MIDORA bereits eine Institution. Diplomanden internationaler Kunst- und Designhochschulen haben hier die Möglichkeit, sich einem Fachpublikum zu präsentieren. Am 9. September werden um 13.00 Uhr am Stand C 604 die besten Arbeiten ausgezeichnet.

Die Sonderschau polnischer Goldschmiedekunst stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass nicht alltägliches Design durchaus alltagstauglich sein kann. 120 Schmuckstücke von 60 Künstlern wählte der Programmrat des Polnischen Goldschmiedeverbandes für die Sonderschau aus. Die Künstler haben ganz unterschiedliche Materialien eingesetzt, die weit über das Gängige hinausgehen. Da wird Hanf mit Silber kombiniert oder Pelz mit Gold und alles in handwerklicher Vollendung.

MIDORA-Rahmenprogramm mit Informationen für Profis

Am ersten und am zweiten Messetag stellt Christel Trimborn, freie Fachjournalistin aus Bochum, im Vortragsbereich in Halle 5 die Uhren- und Schmuck-Trends für Herbst/Winter 2007/08 vor. „Jetzt zeigt sich wieder mehr Luxus auf der Straße“, weiß Christel Trimborn. Man trage häufiger Schmuck, und vor allem die Damen trieben es dabei recht bunt. Kräftige reine Farben, Rotgold, echte Steine und Edelmetalle seien wieder gefragt.

Auch die Männerwelt schmücke sich auffälliger, wie es Prominente aus Sport und Showbiz vormachten. Neben den Klassikern wie Uhren und Krawattennadeln greife der Mann von heute oft nach Ketten und Armbändern. Jeweils 11.00 Uhr breitet Christel Trimborn vor den MIDORA-Besuchern die Palette der Farben und Formen für die kommende Saison aus, um so den Schmuck- und Uhrenfachgeschäften eine ganz praktische Unterstützung für die Order zu geben. Den Handel mit zweckdienlichen Informationen zu versorgen, will auch die GZ-Goldschmiedezeitung mit ihrem Vortrag „Frische Ideen für Ihr Schaufenster“ am Samstag, dem 8. September, um 14.00 Uhr.

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