Innerhalb der letzten Tage zog ein lautes Staunen durch unsere schmucken Branchengefilde. Nicht zuletzt ausgelöst durch zahlreiche Berichterstattungen diverser Wirtschafts – und Branchenmagazine. Auch in der aktuellen Ausgabe von Markt Intern geht es um die Krise des Egana Goldpfeil Luxusgüterkonzerns. Das was nun plötzlich überall durchsickert und zu Tage kommt, ist wirklich schon ein Hammer. So ist auch im aktuellen Newsletter der GZ-Online zu lesen:
Wenige Tage vor der Egana-Messe sorgt eine Meldung des Handelsblattes für einen Paukenschlag: Die Lage hat sich dramatisch zugespitzt. Erneut wurde die Aktie vom Handel an der Hongkonger Börse ausgesetzt. Die Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG kam zu dem Ergebnis, dass Teile der ausgewiesenen Kundenforderungen unsicher sind. Derzeit bemüht sich Egana Goldpfeil mit seinen deutschen Tochtergesellschaften, zu denen Salamander, Sioux, Junghans und Joop zählen, bei den Banken um eine Verlängerung der Kreditlinien, damit der Betrieb aufrechterhalten werden kann.
Ausführlich berichten auch der Tagesspiegel und die Financial Times Deutschland über die Krise bei Egana.
Informationen über Egana Goldpfeil:
EganaGoldpfeil ist ein börsennotierter Konzern mit Hauptsitz in Hongkong und seit 1993 an der Börse in Hongkong notiert. EganaGoldpfeil (Holdings) Limited wurde 2001 in den Hang Seng Composite Index aufgenommen. Die Europazentrale wurde vor erst vor wenigen Jahren in Offenbach zentralisiert. EganaGoldpfeil zählt zu den führenden Unternehmen in der Uhren, Schmuckbranche. Leder und Lifestyleprodukte gehören seit dem Kauf namhafter Markenhersteller wie Comtesse, Sioux, Salamander und Goldpfeil zu einem wichtigen Standbein. Nach eigenen Angaben steht EganaGoldpfeil in der weltweiten Rangliste, am Einzelhandelsumsatz gemessen, an 6. Stelle der Luxusgüterhersteller. Das Unternhemen agiert mit 33 eigenen Marken wie z.B. Carrera, Dugena, Joop!, Junghans, Salamander und Pierre Cardin sowie 11 Lizenzmarken, u.a. Cerruti 1881, Esprit und Puma.





da geht es ja richtig zur Sache. Interessant wenn man weiss wie solche Markenprodukte in Konzernen gebündelt werden.
Das ist ja spannend: Joop, Junghans, Salamander und Co. gehören alle dieser Company? Ich dachte immer,das seien alles nach wie vor eigenständige Firmen? Das sind ja Nestlé- oder METROartige Zustände in der Schmuckbranche.. Solche Zusammenhänge, also wer zu welcher Holding oder Gruppe gehört, werden viel zu selten dokumentiert.
“…Hochmut kommt vor dem Fall…”!
uhren-schmuck.de – Leser wissen seit über einem Monat (3.8.) was angesagt ist und woher der Wind weht.
Warum es danach fast einen weiteren Monat dauerte, bis das Thema in der Branche aufgegriffen wurde… ???
@René: das wird wohl an der Urlaubszeit gelegen haben :-)
traurig, aber mit mehr offenheit -früh genüg – über den zustand des ceo wäre sicherlich schaden abzuwenden gewesen.
jetztiges führungspersonal ist schlicht überfordert, creativ accounting allein genügt eben nicht um einen solchen konzern zu führen…..