Die Mühle-Glashütte GmbH aus Sachsen hat vergangenen Mittwoch Insolvenz angemeldet. Der ebenfalls in Glashütte angesiedelte Uhrenhersteller Nomos hatte zum zweiten mal einen wettbewerbsrechtlichen Streit eingeleitet. Angeblich gescheiterte Vergleichsverhandlungen zwangen Mühle Glashütte dazu Rückstellungen für Vertragsstrafen zu bilden. Die Summe ist alles andere als ein Pappenstil : 63 Mio Euro ! Dadurch soll das Traditionsunternehmen überschuldet und der Weg in die Insolvenz unumgänglich gewesen sein.
Grund des gerichtlichen Streits war die sogenannte “Glashütte-Regel”. Sie legt fest, daß mindestens 50% der Wertschöpfungsarbeiten am Uhrwerk in Glashütte erbracht werden müssen. Angeblich hielt auch der in 2002 von Mühle verlorene Rechtsstreit, in gleicher Sache, das Unternehmen nicht davon ab weitere mehr als 25.000 Uhren zu verkaufen die nachweislich gegen die Regel verstoßen.
Die offiziellen Pressemeldungen beider Uhrenfirmen kann man hier nachlesen.
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